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Hast du alles probiert?
Hast du alles versucht?
Hast du alles getan?
Wenn nicht- fang an!

Hast du wirklich gelebt?
Hat deine Welt sich wirklich gedreht?
Hast du alles getan?
Wenn nicht- fang an!

Was willst du sagen?
Wen willst du fragen?
Was willst du erleben
und was willst du geben?
Wer gibt dir den Frieden
und was ist liegengeblieben?

An was willst du glauben
oder glaubst du an dich?
Wie oft wirst du betrogen?
Wie oft belügst du dich?
Wieviel Türen wirst du öffnen?
Welches Schloss knackst du nie?
Wie oft kannst du widerstehen
und wann gehst du in die Knie?

Warum wirst du weinen
und wie oft bleibst du stumm?
Und für wen wirst du beten,
weisst du wirklich warum?
Und bei wem wirst du schlafen
und vor wem rennst du weg?




Denk drüber nach und fang an dein Leben zu leben!
Wir sind am Leben-Rosenstolz
Du liegst im Bett und weißt genau, du solltest so langsam schlafen, wenn du vom nächsten Tag etwas haben möchtest. Du weißt, du solltest den Laptop ausschalten, das Handy in den Flugmodus schicken und die Augen schließen. Doch das tust du nicht. Du redest dir ein, noch nicht schlafen zu müssen und nimmt das Handy und öffnest Whatsapp. Du schreibst mit jedem, der um diese späte Nachtzeit noch wach ist. Du schreibst und schreibst, als würde dein Leben davon abhängen. Denn sobald du da alleine im dunklem im Bett liegst, kommen die dummen Gedanken. Was-wäre-wenn-Spielchen tanzen in deinem Kopf herum und wenn das Wörtchen wenn nicht wäre, wäre alles anders. Besser. Schöner. Aufregender. Und du schreibst und schreibst, damit du nicht alleine mit den Gedanken bist, bis du irgendwann über dein Handy einschläfst. Die Gedanken, die einem Nachts im Bett kommen oder in anderen stillen ruhigen Momenten sind tückisch. Sie verschwinden nicht einfach, wie ein schlechtes Gewissen quälen sie dich, und Ablenkung ist wie bei Tinnitus die einzige Lösung um nicht durchzudrehen. Doch gute Ablenkung ist rar; das Licht wird wieder angemacht und du läufst im Idealfall zum Kühlschrank, dessen kühle Luft dir entgegen schlägt. Doch spätestens am Morgen wenn der Wecker klingelt ist klar; du musst endlich schlafen. Doch die Gedanken lassen dich nicht, sie lassen dich einfach nicht in Frieden. Schlaftabletten? Machen abhängig. Nicht schlafen? Keine Option. Bei Freunden schlafen? Keine Dauerlösung.
Willkommen bei meinem Beitrag zur Aktion "Blogger United- Let's discuss together!" mit dem Thema "Buchcover". Die Aktion wurde von Nicole organisiert. Hier findet ihr ihren ersten Beitrag, bei dem ihr auch alle anderen Teilnehmer findet. Morgen geht es bei Tina weiter, die sich auf ihrem Blog mit den außergewöhnlichsten Beiträgen der letzten Zeit beschäftigt. Mit diesem Beitrag melde ich mich aus meiner zweimonatigen schulbedingten Pause zurück. Pannen möge man mir bitte verzeihen und lieb anmerken. ;)


Warum sind Cover so wichtig? Was leisten Cover? Wie macht man sich dies in der Branche zunutze? Wie denken verschiedene Menschen über Cover? Was genau hat es mit dem Shitstorm zu "Ugly Love" auf sich? Viele verschiedene Dinge über die ich mir hier meine Gedanken mache.

1.Das Cover und sein Job

Das Cover und der Titel sind meist das erste, was wir von einem Buch wahrnehmen, wenn wir es selbst entdecken und keine Dritten beteiligt sind. Man kann also nicht bestreiten, dass das Buchcover den ersten Eindruck erheblich beeinflusst.
Die wenigsten Leser, ich würde sogar so weit gehen und behaupten garkeine Leser, nehmen jedes einzelne Buch ihres Wunschgenres in der Buchhandlung in die Hand bevor sie sich für ein Werk entscheiden, welches sie dann kaufen. Dafür stehen viel zu viele Werke im Regal. Wofür man sich dann entscheidet, ist meist das Buch, dass aus den Angesehenen am Meisten zusagt. Der Inhalt, der Autor, das Format(Taschenbuch,Hardcover,Hörbuch,jedem das seine) und der Preis spielen da zusammen.
Doch wie nimmt man das Buch als erstes wahr? Richtig, auf dem Tisch oder im Regal liegend bzw stehend. Das Cover ist das erste, über dass unser Blick streift. Wenn wir darüber hinwegschauen, ist es unwahrscheinlich, dass wir es noch registrieren und letztendlich mitnehmen. Das Cover ist für den planlosen orientierungslosen Buch-Käufer quasi ein Schild im Schilderwald. Was unscheinbar und langweilig ist, wird übersehen. Klar zählen die inneren Werte für die meisten Leser mehr als das Cover, aber wenn das Cover mich nicht anspricht, wie soll ich überhaupt auf dieses eine Buch aufmerksam werden und dem Inhalt eine Chance geben?
Dies war lang und breit nochmal niedergeschrieben, was wir eigentlich alle wissen:
Ohne ein Cover, dass uns aufmerksam macht, ist das Buch für uns im Buchdschungel erst einmal unsichtbar.
Allein deshalb wird immer mehr Wert auf das Cover gelegt. Während die alten Schinken häufig einfach nur Autor und Titel zeigen, sind die modernen Buchcover aufwendig gestaltet- digitale Konstruktionen oder Ergebnisse von aufwendigen Fotoshootings werden den Käufern präsentiert, was zur Folge hat dass mittlerweile ein farbloses schlichtes Cover oft mehr auffällt als ein buntes.

2.Optik und ihre Schattenseiten

Durch Cover sehen Bücherwürmer häufig schnell, was zusammengehört. Serien eines Autors sind meist ähnlich gestaltet, sodass man sofort neues mit altem verbinden kann. Wer nicht über das erscheinen eines neuen Bandes informiert ist, sieht ihn im Regal sofort. Ein Paradebeispiel sind dafür die Bücher der Selection-Serie mit ihrer Covergestaltung (Mädchen,Kleid,Schrift).Andere Beispiele sind Bücher von Jojo Moyes. Diese sind zwar, soweit ich weiß, alle in ihrer Handlung abgeschlossen und hängen nicht zusammen, doch auch bei diesen schaut man dann hin und erkennt, dass sie von der Lieblingsautorin sind.


 

3. Coverklau

Cover helfen also häufig beim Erkennen eines persönlichen Schatzes zwischen all den Büchern im Regal. Doch nicht nur Inhalte werden immer wieder ähnlich reproduziert, auch Cover sind mittlerweile nicht selten unähnlich. Besonders aufgefallen sind mir da spontan folgende Cover:


Klar ist das Model auf dem Cover von oben fotografiert und auch nicht stehend, wie das Mädchen auf den Selection-Büchern, aber die Ähnlichkeit ist nicht zu leugnen. Auch die Verzierung über dem Wort "Juwel" ist genau wie auf den Selectioncovern, selbst die Schrift ist identisch- großer Titel und etwas kleiner darunter der Untertitel. Interessanterweise ist Amy Ewing's "Juwel" genau wie Kiera Cass' Selection Bücher vom Fischer-Verlag, der sich der Ähnlichkeit sicherlich bewusst war und sie absichtlich bestehen ließ. In der Hoffnung dass das Buch die Selection-Fans anlockt? Ich weiß es nicht, ich finde es aber sehr frech.



Auch bei Gayle Formans Cover zu "Wenn ich bleibe" ist eine Ähnlichkeit zu Jojo Moyes Covern nicht bestreitbar. Ich finds schade, aber die ausländischen Autoren kriegen ja nunmal nicht wirklich mit, wie ähnlich ihre Cover in einem anderem Land ihren Kollegen sind.









Besonders schlimm finde ich den Coverklau, wenn das Cover identisch ist. Die Stadt der verschwundenen Kinder ist ein relativ bekannter erster Band einer Serie, dieses Cover wurde 1:1 übernommen, nur gespiegelt:








In der Kreativbranche scheint manchmal wirklich einfallslosigkeit zu herrschen, hier ein weiterer Cover-Abklatsch...














Doch dies passiert nicht nur bei deutschen Covern.
Die Orientierung an populären Werken passiert auch in den USA, wie man am US-Cover von "Touched" sieht.
Es mag eine Rose sein, aber kommt uns dass nicht bekannt vor? Vielleicht von diesem Cover hier rechts, welches einige Jahre älter ist?







4.Der Shitstorm rund um "Ugly Love"

Ugly Love ist der englische Titel von Colleen Hovers neustem Buch, welches erst im September in Deutschland erscheinen wird. Vor ein paar Tagen wurden der deutsche Titel und das deutsche Cover bekannt, welches bei einigen Leuten für schlechte Laune sorgte... Mitarbeiter des deutschen Verlages, DTV, wurden beschimpft, es wird zum Boykott aufgerufen etc etc. Und dass alles wegen eines Covers und eines Titels. Daran sieht man, dass einigen Menschen das Cover und der Titel scheinbar wichtiger sind als der Inhalt. Ich persönlich finde das unfassbar, aber jedem das seine.
Mehr Infos zum Shitstorm findet ihr hier und unter hashtags wie #wirsindfüruglylove .





5.Meinungen

Ein jeder hat eine andere Sicht auf die Dinge, darum habe ich hier 4 verschiedene Statements zum Thema
1.
Ich kaufe auch mal ein hässliches/nicht ansprechendes Buch. Hauptsache der Inhalt passt und ist spannend. Meistens ist es der Titel der mich dazu anregt, den Klappentext zu lesen. Aber wenn das Gesamtpaket stimmt ist es natürlich immer wieder schön. Wenn ich den Titel lese, und ihn spannend finde ist mir dass Cover eigentlich egal. 😪 Also eigentlich ist beides gleich wichtig, aber der Titel gibt eben schon Infos über das Buch und das Cover unterstreicht das eben nur so als Nebeneffekt.
2.
 Mir sind Cover sehr wichtig. Wenn es aber gut klingt, also worum es da geht, dann steigen die Chancen wieder. Chancen hat bei mir eigentlich jedes Buch, da ich mir fast jedes einzelne im Buchladen ansehe. 


3.
 Cover sind schön wenn sie schön sind, müssen sie aber nicht sein. Mir geht es um die inneren Werte und man sieht eh nur die Seite im Regal. Die Selection-Reihe ist die einzige die ich mir wegen des Covers gedruckt gekauft habe, weil sie für den eReader einfach zu schön sind.

4. ist ein Beitrag in einer Diskussion zu "Ugly Love" die ich einfach passend finde



Meine Frage an euch-
wie wichtig sind euch Cover? Beeinflussen sie euch beim Kauf wenn ihr ein Buch erst einmal in der Hand habt? Wie findet ihr den Wirbel um Ugly Love? Welche Cover-Klaus fallen euch noch ein? Stimmt ihr einer oder mehreren der Statements zu?

Inhalt

Cal Lightman und die Kollegen seiner Firma Lighrman Group sind Experten im Bereich Mikroexpressionen. Sie lesen die Gesichter und die Gestik der Menschen um herauszufinden, ob diese die Wahrheit sagen. Sie arbeiten überwiegend mit dem FBI und anderen Behörden zusammen, aber auch mit Privatpersonen. Von Korruption bis Mord sind viele verschiedene Fälle dabei.
Besonders interessant ist dabei, dass das Bild des befragten Menschens, der gerade eine Mikroexpressionzeigt, eingefroren wird und dann direkt anschließend bekannte Persönlichkeiten - vor allem amerikanische Präsidenten- gezeigt werden, die den selben Ausdruck zeigen. Dies zeigt was Cal Lightman immer wieder betont: Die unbewusst und unkontrolliert auftretenden Gefühlsregungen sind universell- jeder Mensch in jeder Kultur macht diese.

Darsteller

Emily,Ria Torres,Cal Lightman,Eli Loker & Gillian Foster (c)FOX

Die Hauptrolle Dr. Cal Lightman wird von Tim Roth verkörpert. Cal ist um die Wahrheit herauszufinden jedes Mittel recht. Dabei überschreitet er oft die Grenzen der befragten Personen und erscheint sehr respektlos. Früher hat er sein Wissen für Spiele wie Poker benutzt, weshalb er auch für eine Weile aus Las Vegas verbannt wurde. Er ist jedoch ein Meister in seinem Fach, der es sich erlauben kann, im Notfall fischt ihn seine Kollegin aus dem Schlamassel heraus.

Seine Partnerin und Mitinhaberin in der Firma ist die Psychologin Dr.Gillian Foster (Kelli Williams). Sie ist diplomatischer und zurückhaltender als Cal, jedoch ebenfalls nicht einfach zu täuschen.
Das Team wird weiterhin von Eli Loker (Brendan Hines), einem akademisch und durch Übung ausgebildetem Mitarbeiter der nahezu immer die teilweise undiplomatische Wahrheit sagt, und von Ria Torres (Monica Raymund) einer Lightman gegenüber sehr loyalen Latina deren Talent ihm beim Ausüben ihres Jobs als Flughafensicherheitskraft auffiel, ergänzt. Sie ist die unerfahrenste im Team und lässt sich ab und zu zu sehr von ihren Gefühlen beeinflussen, ist aber im Gegensatz zu Loker Cals Schützling.

In den ersten beiden Staffeln ist  der FBI-Beamte Ben Reynolds (Mekhi Phifer) mit von der Partie, der sich immer mehr an Cals unkonventionellen Methoden gewöhnt und zu einem guten Freund und Ansprechpartner wird. Zusätzlich wirken Cals Tochter Emily (Haylay McFarland) und seine Exfrau und Anwältin Zoe Landau (Jennifer Beals) im Geschehen mit. 


Gewusst

Die Serie lief im Free-TV auf Vox und wurde in Anlehnung in an den Titel mit diversen Lügen beworben:

Die Serie solle mit 19 Oscars, 30 Emmys und 15 Golden Globes ausgezeichnet sein,

von James Cameron, Steven Spielberg und Alfred Hitchcock sein und u.a. mit den Darstellern George Clooney, Brad Pitt,... und Bruce Willis. 

 

Auszeichnungen

Lie to me wurde in den USA für einen Primetime Emmy Award nominiert (2009) und gewann 2011 zwei People's Choice Awards in den Kategorien "Lieblings TV-Krimi-Drama" sowie "Lieblings-TV-Verbrechensbekämpfer"(Tim Roth als Cal Lightman)


Zusammenfassung

Lie to me(dt. "Belüge mich")
3 Staffeln mit je 12 Folgen á 40 Minuten.(unfertig aber nicht verlängert worden)
empfohlen ab 16 Jahren
zu sehen bei Netflix Deutschland
Titelsong "Brand New Day" von Ryan Star

Der  Film "The Revenant" der unter der Regie von Alejandro González Iñárritu gedreht wurde, ist genremäßig ein US-amerikanischer historischer Western-Thriller, der derzeit in den deutschen Kinos läuft.

Inhalt

In "The Revenant" wird die Geschichte von Hugh Glass(Leonardo di Caprio)gezeigt, der von seinen Kameraden in der Wildnis im Stich gelassen wird, nachdem Bären ihn attackierten und schwer verletzten. Fast tot und der Kälte schutzlos ausgeliefert, kämpft Hugh sich wieder ins Leben zurück und schwört Rache für den Verrat und den Mord an seinen Sohn.

Die Darsteller und ihre Leistung beim Dreh

Die Hauptrolle des Filmes, Hugh Glass, wird von Leonardo di Caprio verkörpert. Interessant und positiv anzumerken ist, dass nicht vor einer grünen Leinwand gedreht wurde. Wenn eine Szene im Schnee gespielt hat, waren die Schauspieler tatsächlich im Schnee. 
Leonardo di Caprio hat sich komplett seiner Rolle hingegeben und tatsächlich gegessen, was er auf der Leinwand isst (z.B. rohen Fisch oder Leber) oder auch tatsächlich seine Kleidung mitten im Schnee abgelegt, wenn dies im Film zu sehen war. Einzig und allein seine Kampfszene mit den Bären zu Beginn und die daraus resultierenden Verletzungen sind nicht echt. 
In einem Interview erzählt der Schauspieler, dass die Technik wegen der Kälte einige Male versagt hat- da kann man sich vorstellen wie unfassbar kalt es ihm und den anderen Darstellern gewesen sein muss. 
Und genau dies findet man in der Rolle wieder. Die Kälte die er empfindet ist nicht gespielt. Er hat sie selbst erlebt, er WAR Hugh Glass. Er sagt dazu im Interview mit Focus "Persönlich stieß ich unzählige Male an mein körperliches und seelisches Limit. Aber das war es wert."(*hier der Link zum Interview*)

Doch nicht nur die Kälte machte den Dreh zu einer Herausforderung: Es wurde ausschließlich mit natürlichem Licht gearbeitet, was den Dreh jeder Szene auf bestimmte Uhrzeiten einschränkte. Auch das Wetter hatte einen großen Einfluss auf den Dreh, sodass die Crew schließlich wegen der einsetzenden Schneeschmelze von Kanada und den USA für die finalen Szenen nach Argentinien ausweichen. 

KRITIKEN und REAKTIONEN


Der Film hat insgesamt sehr gute Kritiken erhalten: 

Bei Filmstarts.de 4,1 von 5, bei Moviepilot 8.1/10, bei Cinema 5/5 und bei Computerbild 90%.
Bei der Verleihung der Golden Globe Awards am 10. Januar 2016 in Beverly Hills gewann der Film drei Auszeichnungen: di Caprio wurde als bester Hauptdarsteller geehrt, der Film für die" beste Filmmusik" und für "Bester Film-Drama".
Für die Oscarverleihungen am 28. Februar ist der Film in 12 verschiedenen Kategorien nominiert. Doch es gibt auch einige negative Stimmen:

"Der Testosteronüberschuss, der hier im Kampf der wilden Kerle generiert wird, ist ebenso gewaltig, wie die epische Überlebensgeschichte in ihrer Grundaussage überschaubar bleibt." -Zeit online

"Am Ende hinterlässt 'The Revenant' den zwiespältigen Eindruck eines technisch brillanten Films, der seine dünne Geschichte unter wenig überzeugenden Bezügen zur Tragik der Geschichte des Wilden Westens zu verbergen sucht."-Michael Meyns von programmkino.de

"Alejandro G. Iñárritu überwältigt auf technischer Ebene, weniger mit dramaturgischem Herzblut."-Christian Witte von cereality.net

Mein Senf


Meine Meinung fällt vorwegs gesagt jedoch nicht so positiv aus wie die der meisten Kritikerseiten. 
Ich möchte von vornherein klar stellen, dass ich vor Leonardo di Caprio und seine Kollegen für diese Leistung großen Respekt habe. In Eiseskälte will ich nicht einmal am Bahnhof 5 Minuten stehen, halbnackt im Schneegestöber ist da eine ganz andere Hausnummer. Doch die damit verbundene schauspielerische Leistung kann man auf zweierlei Weisen betrachten:


Schauspielerische Leistung

Das Schauspielern des Überlebenskampfes etc. könnte auf der einen Seite leichter gewesen sein, da die Kälte nicht gespielt, sondern wirklich empfunden wurde. Vermutlich ist es schauspielerisch gesehen jedoch sicherlich eine größere Herausforderung, dies überzeugend vor dem Green Screen zu spielen, es zeugt aber auch von großer Selbstdisziplin, in dieser Kälte so gut zu spielen. Insgesamt ist auf jeden Fall Respekt für den harten Dreh angebracht, man sollte aber nicht vergessen dass das Akzeptieren des Jobangebotes freiwillig war und alle wussten, worauf sie sich einlassen.

InhaltMein Problem mit dem Film ist jedoch nicht die schauspielerische Leistung, sondern der Inhalt des Filmes. In den insgesamt 156 Minuten, wurden großzügig gerundet vielleicht 16 Minuten dem Dialog gewidmet, 80 den verschiedenen Kampfszenen und die restlichen 60 Minuten für den Überlebenskampf von Hugh Glass. Der Überlebenskampf sah folgendermaßen aus: Entweder ist Hugh Glass verletzt irgendwo langgekrochen / gehumpelt, er hat gejagt, ein Tier ausgenommen oder es gegessen. 

Es war einfach insgesamt viel zu lang und man fragte sich, wann den endlich Spannung aufkommen würde. Tiefe Dialoge hätten es vielleicht herausgerissen aber die wenigen Dialoge waren sehr oberflächlich. Entweder suchten die Indianer nach einer Stammesbewohnerin oder Hugh Glass' Männer sprachen miteinander. 


Um ehrlich zu sein, verstand man den gesamten Film ohne einen einzigen gesprochenen Satz verstehen zu müssen. Der perfekte Film für Gehörlose würde ich mal sagen. Nach dem Film musste ich mir außerdem die Frage stellen, was eigentlich die Priorität war: 

Darzustellen, wie eindrucksvoll Glass sich ins Leben zurückkämpft? Oder doch eher viel Blut und Gewalt darzustellen? Wie eben schon erwähnt, gab es im Film sehr sehr viele Kämpfe- dabei starben sowohl Menschen als auch viele Pferde. Gezeigt wurde das Durchbohren des Kopfes mit einem Pfeil im Detail,ähnlich wie bei Final Destination. Der Film hatte-bis auf die letzte Szene mit dem letzten Satz- keinerlei Tiefe. 

Gesamteindruck

Es bleibt  trotz des gut gemachten Endes der negative Gesamteindruck, dass es im Film letztendlich nur um inhaltsloses Gemetzel geht.
Insgesamt bin ich deshalb sehr enttäuscht. Der Film hat etwas, vor allem die Art des Drehs, aber unterhalten und mitgerissen gefühlt haben weder ich mich noch meine Begleitung. Die hohen Bewertungen der bekannten Portale sind mir unverständlich und ich kann mich nur dem Fazit von Zeit online und einigen anderen anschließen:


Von einem derartig häufig für Preise nominiertem Film habe ich deshalb mehr erwartet. Schade!


The Revenant - Der Rückkehrer
historischer Western-Thriller
von Alejandro G. Iñárritu, mit u.a. Leonardo di Caprio und Tom Hardy
Adaption des Buches "The Revenant: A Novel of Revenge" von Michael Punke

156 Minuten,
FSK 16
Erstausstrahlung USA: 25.Dezember 2015
Deutschland: 06. Januar 2016




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